Mit Verwunderung und Bedauern hat der Verwaltungsrat der Selfin, an welcher 102
Gemeinden und 4 Bezirksgemeinschaften beteiligt sind, die Entscheidung der Gemeinde
Terlan zur Kenntnis genommen, aus der Selfin auszusteigen und ihre Anteile zu
verkaufen.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1999 war die Selfin bestrebt, im Sinne der
Durchführungsbestimmungen zum Autonomiestatut im Bereich Energie alle 116
Gemeinden Südtirols in der Selfin zu vereinen, um im strategisch wichtigen Bereich der
Stromproduktion und -versorgung auf Landesebene mit gebündelten Kräften auftreten zu
können.
„Dieses Ziel ist nur zum Teil erreicht und wird von der Selfin auch weiterhin verfolgt,“
unterstreicht Präsident Sebastian Helfer. „Der Ausstieg der Gemeinde Terlan geht in die
entgegengesetzte Richtung.“ Dabei sollten sich laut Helfer alle Gemeinden mit
gebündelten Kräften, alle öffentlichen Körperschaften und öffentlichen Unternehmen dafür
einsetzen und dazu beitragen, dass die Nutzung der Wasserkraft - das Wasser gehört der
Allgemeinheit - möglichst in öffentlichen Händen gelangt und bleibt sowie Maßnahmen
gesetzt werden, dass die daraus erzielte Wertschöpfung allen Bürgern dieses Landes zu
gute kommt.
Immerhin gingen dabei in den letzten 10 Jahren rund 15 Millionen Euro über die Selfin an
die beteiligten Gemeinden und Bezirksgemeinschaften. „Heuer werden rund 2,5 Mio. Euro
an Dividenden ausgeschüttet, was einer Verzinsung von 6,7% entspricht“, informiert
Präsident Helfer.
Bozen: 19.6.2012
Informationen:
SELFIN GmbH
Tel. 0471 304655
E-mail: selfin.gmbh@legalmail.it