Südtirols Gemeinden sind für pagoPA gerüstet

11.08.2020

pagoPA nennt sich das neue staatliche Zahlungssystem für Zahlungen an die öffentliche Verwaltung. Mit pagoPA sollen die Zahlungen einfacher, sicherer und transparenter werden. Alle öffentlichen Verwaltungen müssen dem neuen System beitreten und dürfen in Zukunft ihre Einnahmen ausschließlich über die Plattform pagoPA einheben. Zahlreiche Zahlungsdienstleister aus dem Bankensystem sowie andere Zahlungsinstitute sind auch an das System angeschlossen. 

Mit pagoPa können Abgaben, Steuern, Versorgungsleistungen, Gebühren, Stempelsteuern, sowie alle anderen Arten von Einnahmen der dem System beigetretenen öffentlichen Verwaltungen bezahlt werden. Vorerst ausgenommen bleiben die Zahlungen mit dem Vordruck F24 und die SDD Daueraufträge.In Südtirol wird der Dienst durch die Südtiroler Einzugsdienste AG als technologischer Vermittler für alle öffentlichen Körperschaften des Landes angeboten. Die Zahlungen können daher sowohl über das ePayS-Portal der Südtiroler Einzugsdienste AG (Einheitsportal der Gebietskörperschaften) als auch über die physischen oder telematischen Kanäle der Banken und anderer Zahlungsdienstleister (Post, SISAL, Lottomatica, Tabaktrafiken) abgewickelt werden. 

pagoPA ermöglicht den Bürgern und den Unternehmen Zahlungen in elektronischer Form durchführen, frei den Zahlungskanal und das Zahlungsinstrument zu wählen und in Echtzeit den Verlauf zu prüfen sowie eine gültige Zahlungsbestätigung zu erhalten. Über den “Kontoauszug” können die bezahlten und noch offenen Rechnungen und Belege jederzeit eingesehen und eventuell bezahlt werden. 

Die öffentlichen Verwaltungen können mit pagoPA die Einhebungen der eigenen Einnahmen beschleunigen und die Kosten senken. Durch den einheitlichen Zahlungskodex kann jede Zahlung sofort und korrekt dem richtigen Schuldner zugeordnet werden. Außerdem ermöglicht der einheitliche Zahlungskodex einen automatischen Abgleich der Zahlung mit den Belegen aus der Buchhaltung und den Gebührenprogrammen. Für die Programmierer des Gemeindenverbandes war es eine große Herausforderung die verschiedenen EDV-Programme miteinander kommunizieren zu machen, so der Präsident des Gemeindenverbandes. 

Mittlerweile haben fast alle Gemeinden und Bezirksgemeinschaften das neue Zahlungssystem aktiviert. Die letzten Körperschaften werden in den nächsten Wochen folgen. Damit steht dem Start von pagoPA in Südtirols Gemeinden nichts mehr entgegen, erklärt Andreas Schatzer. Erst kürzlich hat die Regierung aufgrund zahlreicher Schwierigkeiten bei der Umsetzung durch die Verwaltungen beschlossen, den Termin für die ausschließliche Nutzung von pagoPA auf den 28. Februar 2021 zu verschieben.

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