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Tagung zur Übernahme des SELNET-Netzes - Gemeinden entscheiden zum 30. Juni 2012

13.04.2012

Die Übernahme von Teilen des Stromverteilungsnetzes der SELNET durch einzelne Gemeinden war gestern Gegenstand einer vom Südtiroler Gemeindenverband und vom Ressort Laimer veranstalteten Tagung im Bozner Rathaus.

Daran teilgenommen haben Vetreter jener 34 Gemeinden, welche innerhalb Jahresende 2011 ihr Interesse auf Übernahme des SELNET-Verteilungsnetzes auf ihren Gebieten bekundet hatten.

Verbandspräsident Arno Kompatscher leitete die Tagung mit einem Aufruf zur objektiven und ausgewogenen Behandlung des Themas ohne Vorbehalte, aber auch ohne Einseitigkeit, ein. Sein Appell hatte Erfolg. "Die Gemeinden und die Selnet müssen wissen, was auf sie zukommt in technischer, organisatorischer und finanzieller Hinsicht und müssen dabei die Versorgungssicherheit für die Bürger weiterhin gewährleisten bzw. erhöhen. An der Dienstleistung werden die Gemeinden und Selnet gemessen", unterstrich Kompatscher.

Von den Referenten Landesrat Michl Laimer, Sel-Präsident Wolfram Sparber, Selnet Generaldirektor Alois Amort, Geschäftsführer des Südtiroler Energieverbandes Rudi Rienzner und Generaldirektor der Etschwerke Siegfried Tutzer wurden die rechtlichen, wirtschaftlichen, finanziellen und technischen Aspekte der Übernahme beleuchtet. Rienzner unterstrich dabei die Notwendigkeit einer fundierten Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und Siegfried Tutzer wies daraufhin, dass die erforderlichen Netzabtrennungen gerade unter dem Gesichtspunkt der Versorgungssicherheit eine technische Herausforderung darstellen und zusätzliche Kosten mitsichbringen; eine Erhöhung der Versorungssicherheit sei laut Tutzer dabei nicht möglich.

Der Generaldirektor der Stadtwerke Brixen Wolfgang Plank ging auf die Rechte und Pflichten der Stromverteiler ein sowie auf deren zivilrechtliche und strafrechtliche Verantwortung während der Direktor des Sonderbetriebes Latsch - Schlanders Hubert Variola von den Erfahrungen in seiner Gemeinde berichtete.

Im Anschluss an die Referate fand eine lebhafte Diskussion statt. Einige Fragen konnten geklärt werden, andere wie die Übernahme von Netzanlagen mit übergemeindlicher Funktion sind offen geblieben. "Wir werden die offenen Fragen so schnell wie möglich in der technischen Kommission klären. Innerhalb 30. Juni 2012 müssen die interessierten Gemeinden der Landesregierung zumindest einen verbindlichen Finanzierungsplan vorlegen, die übrigen Unterlagen können später nachgeliefert werden", erläuterte Landesrat Michl Laimer am Ende der Tagung die weitere Vorgangsweise.

Foto: Gemeinde Bozen

Bozen, 13. April 2012

Informationen: Südtiroler Gemeindenverband
presse@gvcc.net
Tel. 0471 30 46 55


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