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Integration auf Gemeindeebene - Information und Weiterbildung für ein gutes Zusammenleben

01.03.2012

Bozen – Der Südtiroler Gemeindenverband setzt sich für eine Stärkung der interkulturellen Kompetenz auf Gemeindeebene ein. In Zusammenarbeit mit der OEW – Organisation für Eine solidarische Welt fand am 1. März im Bozner Pastoralzentrum eine Informationsveranstaltung zum neuen Integrationsgesetz statt. Mit 28. März beginnt eine Schulungsreihe für Integrationsbeauftragte.

Seit Ende Oktober 2011 hat das Land Südtirol ein Integrationsgesetz. Jede Gemeinde wird dadurch beauftragt, sich aktiv an der Mitgestaltung des Zusammenlebens zu beteiligen. „Integration kann nicht von oben verordnet werden und braucht einen sensiblen Zugang, deshalb ist es wichtig und notwendig auf Gemeindeebene eine interkulturelle Kompetenz aufzubauen“, meint Arno Kompatscher, Präsident des Südtiroler Gemeindenverbandes.

Am 1. März, am Tag, an dem europaweit die Mobilisierungsaktion „Ein Tag ohne uns“ organisiert wird, um auf das Unrecht gegenüber ausländischen Mitbürgerinnen hinzuweisen, haben der Südtiroler Gemeindenverband und die OEW-Organisation für Eine solidarische Welt die Integrationsbeauftragten, BürgermeisterInnen und Ausschussmitglieder zu einer Informationsveranstaltung im Bozner Pastoralzentrum eingeladen, mit dem Ziel die Bedeutung der Integrationsarbeit hervorzuheben.

Helmuth Sinn, Direktor der Landesabteilung Arbeit gab eine Einführung in das neue Integrationsgesetz. Die aktive Schaffung von Begegnungsräumen und die Förderung von Zusammenhalt unterstrich Pier Paolo Pasqualoni. „Gerade in kleineren Ortschaften wird immer wieder über fehlende Anknüpfungspunkte zwischen etablierten Mitgliedern der Dorfgemeinschaft und Zugewanderten geklagt,“ meint der Forscher am Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck.

Ein besonderes Augenmerk wurde jedoch auf bestehende Erfahrungen aus der Praxis gesetzt. Das Leitbild Pustertal, die Integrationsarbeit in der Stadt Brixen und der Integrationsprozess in der Gemeinde Franzensfeste sind lokale Best Practices Beispiele. „Es war nicht immer leicht, die Grenzen der anderen wahrzunehmen, aber am Ende haben wir es geschafft und gemeinsam ein schönes interkulturelles Fest veranstaltet,“ schildert Kadija Larchgar ihre Erfahrung in der Gemeinde Franzensfeste.

Die Weiterbildung zur Stärkung der interkulturellen Kompetenz für Integrationsbeauftragte auf Gemeindeebene wurde von Silvia Pitscheider, Geschäftsführerin der OEW, vorgestellt. Auf dem Programm der Schulungsreihe, die mit 28. März beginnt, steht die Schaffung eines gemeinsamen Wissensstandes zum Thema Integration, die Erweiterung von interkulturellen Kompetenzen, die Umsetzung aktiver Integrationsarbeit und der Austausch darüber.

Anmeldeschluss für die Weiterbildungsreihe ist der 20. März 2012. Informationen dazu gibt es in der Verwaltungsschule des Südtiroler Gemeindeverbandes.

Bozen, 01.03.2012

Informationen:
Südtiroler Gemeindenverband
presse@gvcc.net
Tel. 0471 30 46 55


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